GHGA festigt seine Rolle im MVGenSeq

Als Partner der genomDE-Initiative haben GHGA-Experten bei der Konzeption und Entwicklung einer bundesweiten Plattform geholfen, die in Verbindung mit dem Modellvorhaben Genomsequenzierung (MVGenSeq) eine verstärkte klinische Anwendung der Genomsequenzierung schafft. So sollen verbesserte Diagnosen und personalisierten Therapieansätzen ermöglicht werden.

MVGenSeq (offizieller Name: „Modellvorhaben zur umfassenden Diagnostik und Therapiefindung mittels Genomsequenzierung bei seltenen und bei onkologischen Erkrankungen“ gemäß § 64e SGB V) bildet das Kernstück der Nationalen Strategie für Genomische Medizin des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und zielt darauf ab, die genomische Medizin in das Gesundheitssystem Deutschlands zu integrieren.

Die Plattform des MVGenSeq wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als Plattformanbieter betrieben. Die Datenplattform ist so strukturiert, dass klinische Daten in sogenannten klinischen Datenknoten und Genomdaten in sogenannten Genom-Rechenzentren gespeichert werden. Diese Aufteilung der Datenspeicherung trägt zur Datensicherheit bei. Die klinischen Datenknoten befinden sich an verschiedenen Universitätskliniken in Deutschland, während die Genom-Rechenzentren von qualifizierten wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen betrieben werden.

BfArM hat nun vier GHGA Datenknoten oder Data Hubs (Heidelberg, Tübingen, Dresden und Köln) als Genom-Datenzentren (GRZ) zugelassen. Zwei weitere GHGA Datenknoten (München und Berlin) wurden mit Auflagen zugelassen. Damit festigt GHGA seine Rolle im MVGenSeq und wird zu der Archiv- und Forschungsplattform für die generierten Genomdaten.

Weitere Informationen zum Modellvorhaben finden Sie hier: https://www.bfarm.de/DE/Das-BfArM/Aufgaben/Modellvorhaben-Genomsequenzierung/_node.html

 

*Fußnote: Ab dem 3. Juli beginnt eine vierwöchige Frist, in der gegen die zugelassenen GRZs Einspruch erhoben werden kann.