GHGA begrüßt langfristige Fortführung der NFDI
- 15 Juli 2026
- Jan Eufinger
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat am 10. Juli 2026 die Fortführung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) bis 2038 beschlossen. Mit der neuen Bund-Länder-Vereinbarung erhält die NFDI eine nachhaltige Perspektive und entwickelt sich zu einer stärker koordinierten Struktur weiter. Ein zentrales Element der zukünftigen Struktur ist die Einführung wissenschaftlicher Fachbereiche, die die fachliche Zusammenarbeit innerhalb der NFDI weiter stärken sollen.
GHGA begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Stabile Infrastrukturen für Forschungsdaten sind eine wesentliche Grundlage für exzellente Wissenschaft und medizinischen Fortschritt. Die langfristige Finanzierung der NFDI schafft Planungssicherheit und ermöglicht den nachhaltigen Ausbau gemeinsamer Dienste, Standards und Forschungsdateninfrastrukturen.
Gemeinsam mit den Konsortien NFDI4Health, NFDI4Microbiota, NFDI4Immuno and NFDI4BIOIMAGE setzt sich GHGA für die Einrichtung eines Fachbereichs Biomedizin innerhalb der zukünftigen NFDI ein.
Die fünf Konsortien haben ihre gemeinsame Unterstützung in einem Memorandum of Understanding (MoU) festgehalten. Darin bekräftigen sie ihre Überzeugung, dass die Biomedizin aufgrund ihrer wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und infrastrukturellen Bedeutung einen geeigneten Fachbereich bilden sollte. Zugleich erklären sie ihre Absicht, diesen gemeinsam als offene, wissenschaftsgeleitete und kooperative Plattform innerhalb der NFDI aktiv mitzugestalten.
Die beteiligten Konsortien arbeiten bereits heute eng zusammen und bringen ihre Erfahrung im Umgang mit sensiblen Gesundheits- und Forschungsdaten ein. Gemeinsam wollen sie die erfolgreiche Zusammenarbeit der BioMed Interest Group fortführen, Synergien mit nationalen Initiativen wie NAKO, NUM und genomDE weiter ausbauen. Darüber hinaus möchten sie die Weiterentwicklung der NFDI im Sinne einer starken, vernetzten und nachhaltigen Forschungsdateninfrastruktur aktiv unterstützen.